1912 Am 2. Mai wird Karl Walter Adam in Vorhalle (heute Hagen) als drittes Kind und Nachzügler von Karl Albin Adam, Dorfschullehrer und bei der Geburt 51 Jahre alt, und Antonie Adam (41 Jahre alt), geboren. Sein Bruder Hans ist 14 Jahre älter, seine Schwester Greta 9 Jahre.
1958 Zum ersten Mal geht ein Achter des Ratzeburger Ruderclubs ins Rennen. Mit drei Längen Vorsprung wird am 3. August in Duisburg-Wedaui ein Adam-Achter Deutscher Meister. Im Boot sitzen: Hans Lenk, Bernd Kruse, Wolf Wulf, Ingo Kliefoth, Peter Bohn, Jens Hinzpeter, Walter Schröder, Manfred Rulffs und Steuermann Willi Padge. Danach beginnt bis 1968 die Erfolgsgeschichte des Deutschland-Achters mit ausnahmslos Ratzeburger Ruderern, als „Ratze-Kieler“ mit vier Kielern oder als Renngemeinschaft.
1959 Karl Adam und seine Athleten streben höhere Ziele an. Zusammen mit dem Kieler Hochschuldozenten Karl Wiepke, der auch die Ruderer von ATV Ditmarsia Kiel trainiert, wird ein neuer Achter aufgebaut: der „RatzeKieler“ mit fünf Ratzeburgern und vier Kielern. Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gewinnt dieser Achter 1959 bei den Europameisterschaften in Macon die Goldmedaille. „Eine solche Demonstration der Überlegenheit hat man noch auf keiner Regatta der Welt gesehen“, schreibt die einheimische Zeitung.
1960 Ganz Deutschland jubelt: Nach dem „Wunder von Bern“ 1954 mit dem Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft, gibt es einen zweiten großen Triumph zu feiern: „Das Wunder von Rom“! Bei den Olympischen Spielen gewinnt der Deutschland-Achter die Goldmedaille und bricht damit die Erfolgsserie der USA, die 40 Jahre lang bei Olympischen Spielen ungeschlagen blieb. Karl Adam erhält das Goldene Band der Sportpresse.